Die Galerie la gemeinsam mit der Galerie von Roit und dem realitätsbüro laden ein:
Das KloHäuschen #2 www.das-klohaeuschen.de
Luçjan Bedeni
Eröffnung: Freitag, 20.03.2009, 19.00 – 20.00 Uhr vor dem Klohäuschen
Ausstellungsdauer: 21.03. – 17.04.2009
jederzeit einsehbar, am besten nach Einbruch der Dunkelheit
Adresse/Anfahrt: Klohäuschen an der Großmarkthalle, Thalkirchner Str. 81, 81371 München, U3/6 Implerstrasse -> Oberländerstrasse www.das-klohaeuschen.de
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Das KloHäuschen zeigt von 21.03. bis 17.04.2009 das Video untitled des albanischen Videokünstlers Luçjan Bedeni. In dem 146-minütigen Film beschäftigt sich der Künstler mit den Auswirkungen des stalinistischen Albaniens auf die gegenwärtige Situation des Landes. Mit Hilfe einer feinen Ironie gelingt es ihm den Aufarbeitungsprozesses eines stark verwundeten Landes anzustoßen.
Albanien hat während der kommunistischen Zeit bis Anfang 1991, ca. 600.000 Ein- und Zwei-Mann-Bunker zur Verteidigung des Landes bauen lassen. Während das Land heute mühsam die zahlreichen nach außen nicht sichtbaren Vergangenheitswunden zu heilen versucht, sind die hundert tausend Bunker sowohl im Landesinneren als auch an der Küste nicht zu übersehen. Ehemals von der Bevölkerung verachtet, dann verflucht und bald von der Natur in Besitz genommen und vergessen oder verdrängt, belegen sie jetzt eine beinah archäologische Dreidimensionalität, nicht verschlafen sondern während der Lethargie der letzten zwanzig Jahre verstorben. Luçjan Bedeni wäscht in seinem Videofilm eine dieser Leichen der dystopischen Vergangenheit öffentlich. Er frisiert den Bunker, putzt ihn blank und scheuert ihn und verleiht ihm die ironische Würde seines absurden Daseins.
Der Künstler entblößt ein Stück albanische Geschichte, bekennt sich mutig dazu und verleiht seiner Welt cool und frech das erforderliche Selbstbewusstsein einer heilenden Gesellschaft.
Luçjan Bedeni wurde 1987 in Nordalbanien geboren und studiert seit Mai 2008 an der Kunstakademie in Tirana.
Im Rahmen der "Maßnahmen zur Beseelung des Klohäuschens an der Großmarkthalle" hat es sich das realitaetsbüro zum Ziel gemacht, das KloHäuschen wieder einem Gebrauch zugänglich, seine Schönheit sichtbar und es lebendig zu machen. Im Jahr 2009 lädt deshalb in Zusammenarbeit mit der Berliner Galerie galeriela.com und dem Experimantal-Raum Galerie von Roit verschiedene Künstler zu experimentellen Ausstellungen, Installationen und Veranstaltungen ein: das KloHäuschen "widmet" seine Raum und seine Möglichkeiten den Eingeladenen.
Das Projekt wird unterstützt vom Kulturreferat der LH München.
weitere Informationen: www.das-klohaeuschen.de